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Berner reissen sich um das neue Modelabel IOKO

Berner reissen sich um das neue Modelabel IOKO

Was als Hobby zweier Freundinnen begann, hat sich zu weit mehr entwickelt – mittlerweile wird das Berner Label «IOKO» von Designfans überrannt.

Es ist ein strahlend schöner Tag, als ich an der grossen Holztür eines Hauses in der Berner Länggasse klingle. Zwei Frauen lehnen sich aus dem Fenster – ich müsse ganz nach oben, rufen sie mir zu. Nach gefühlten 1000 Tritten komme ich kurzatmig im obersten Stock an und werde von den lachenden Gesichtern von eben begrüsst – Sarah und Nadia, die Gründerinnen von IOKO.

Portraitbild von Sarah und Nadia Designerinnen von IOKO Bern
Sarah und Nadia, die Designerinnen von IOKO

Sie führen mich in die kleine Mansarde, wo sie ihr Atelier eingerichtet haben. Neben Pinseln und Schürzen kann ich auch schon einen ersten Blick auf den Schmuck und die handbemalten Kleider erhaschen. «Wir haben letztes Jahr gemeinsam einen Siebdruckkurs besucht. Danach haben wir uns hier einquartiert, um unserer Kreativität Raum zu geben», erklärt mir Nadia. Die Idee eines eigenen Labels entwickelte sich eher spontan. «Erst suchten wir nur eine gestalterische Herausforderung. Nach einer Weile bemerkten wir aber, dass wir etwas machen, was man in diesem Stil in Bern nicht findet – Kleider, die allesamt Unikate sind. So kam dann der Stein ins Rollen», erzählt Sarah.

Ich bewundere die Kollektion, die fein säuberlich an einer Kleiderstange aufgehängt ist. T-Shirts, Pullis oder Leggins sind mit verschiedensten Mustern und Techniken bemalt. «Alle Ideen für die Designs entstehen gemeinsam. Wir haben einen sehr ähnlichen Geschmack und sind meistens einer Meinung», meint Sarah. Auch sonst ergänzen sich die Frauen perfekt – Sarah hantiert nämlich am liebsten mit den grossen Pinseln, während Nadia sich um die feinen Striche kümmert. «Manche Muster entstehen aber auch durch puren Zufall», gibt Nadia lachend zu.

 

Die gemeinsam entworfenen Schmuckdesigns setzt Sarah dann um: «Ich arbeite bei einem Goldschmied und darf dort netterweise unseren Schmuck herstellen.» Neben dem eigenen Label, Beruf und Familie bleibt dann aber nicht mehr viel Zeit für anderes. Trotzdem machen sie ab und zu einen Abstecher in die Designstadt Kopenhagen. «Ich habe Nädle mit meiner Liebe zu dieser Stadt angesteckt», meint Sarah.

Wie es genau mit IOKO weitergeht, lassen die beiden Frauen auf sich zukommen. «Wir können uns durchaus vorstellen, einmal ein Atelier mit Verkaufsfläche zu eröffnen.» Bis dahin verkaufen sie ihre Kollektionen auf diversen Märkten. «Das Feedback, das wir auf dem Frühlingsmarkt der ‹Heitere Fahne› erhalten haben, war echt genial.» Der grosse Andrang auf ihren Stand hat die Frauen etwas überrumpelt: «Nach dem ersten Tag mussten wir nachts Kleider nachproduzieren», erzählt Sarah. «Es war zwar stressig – aber diese Art von Stress ‹fägt› natürlich», meint Nadia augenzwinkernd.

IOKOs Kreationen könnt ihr übrigens am 3.12. am POP UP Market auf dem Berner Expo Gelände bewundern.

Ich bin echt gespannt, was die beiden in Zukunft noch so aushecken. Ich halte euch selbstverständlich auf dem Laufenden!

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